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Merch herstellen lassen: Wie findest du den passenden Anbieter?

Gedacht für dein erstes Merch oder den Wechsel zu einem neuen Anbieter. Mit vier Produktionsmodellen und sieben Fragen ordnest du Anbieter vor der ersten Bestellung selbst ein.

Thomas MüllerAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Es gibt keinen Anbieter, der für alle Bands passt. Entscheidend ist, dass Produktionsmodell, Produkt, Menge und Zeitplan zu deinem Projekt passen. Mit sieben Prüffragen, etwa zu Mindestmenge, Muster, Lieferzeit und Kundendaten, ordnest du Anbieter selbst ein.

1. Welche Produktionsmodelle gibt es für Merch?

Vier Produktionsmodelle stehen zur Wahl: Print-on-Demand, Vorproduktion, Fulfillment und die lokale Druckerei. Ein Produktionsmodell ist die Art, wie deine Ware entsteht. Die Modelle unterscheiden sich darin, wann produziert wird, wie viel du vorab festlegst und wer Lager und Versand übernimmt.

ModellSo läuft esPasst, wenn
Print-on-DemandProduziert wird erst nach der Bestellung.du Produkte testen willst, ohne vorab Ware zu bestellen.
VorproduktionDu bestellst eine feste Stückzahl im Voraus.du Ware für Konzerte, Touren oder einen Release-Tag in der Hand haben musst.
FulfillmentEin Dienstleister lagert vorproduzierte Ware und verschickt Bestellungen.regelmäßig Bestellungen eingehen und du den Versand nicht selbst machen willst.
Lokale DruckereiDu stimmst dich persönlich ab, die Wege sind kurz.du Muster in die Hand nehmen und Details direkt klären willst.

Die Modelle lassen sich kombinieren. Vorproduktion legt dich fest, bevor der erste Verkauf passiert. Bei Print-on-Demand fällt die Produktionsentscheidung erst mit der Bestellung.

2. Welche Fragen stellst du jedem Anbieter?

Sieben Fragen zeigen dir, ob ein Anbieter zu Menge, Produkt und Zeitplan deines Projekts passt.

  1. Gibt es eine Mindestmenge?
  2. Wer produziert tatsächlich: der Anbieter selbst oder ein anderer Betrieb in seinem Auftrag?
  3. Kann ich vorab ein Muster sehen?
  4. Wie lange dauern Produktion und Lieferung, und wie läuft eine Nachbestellung?
  5. Welche Produkte und Veredelungen sind möglich?
  6. Wie laufen Versand, Retouren und Kundenservice?
  7. Wem gehören die Kundendaten, und wer hat Zugriff darauf?

Die letzte Frage hängt mit deinem Verkaufsweg zusammen. Wenn du den Kontakt zu Käufer:innen selbst halten willst, brauchst du Zugriff auf die Kundendaten. Die Verkaufswege vergleicht der Artikel Wo verkauft man Merch am besten?

Dieses Thema ist Schritt 3 von fünf im Merch-Check: Produktionsmodell. Zur Checkliste

3. Häufige Fragen

Gibt es Geheimtipps, wo man Merch herstellen lässt?

Empfehlungen aus deinem Umfeld sind ein guter Startpunkt. Ein Anbieter, der für eine befreundete Band passt, muss nicht zu deiner Menge, deinem Produkt und deinem Zeitplan passen. Prüf jede Empfehlung mit denselben sieben Fragen, bevor du bestellst.

Was ist der Unterschied zwischen Print-on-Demand und Vorproduktion?

Bei Print-on-Demand wird erst produziert, wenn jemand bestellt, und du musst vorab keine Ware bestellen. Bei der Vorproduktion bestellst du eine feste Stückzahl im Voraus und hast Ware für Konzerte, Touren oder einen Release-Tag in der Hand. Dafür legst du dich fest, bevor der erste Verkauf passiert.

Was macht ein Fulfillment-Dienstleister?

Ein Fulfillment-Dienstleister lagert vorproduzierte Ware und verschickt die Bestellungen. Das passt, wenn regelmäßig Bestellungen eingehen und du den Versand nicht selbst machen willst.

Kann ich mehrere Produktionsmodelle kombinieren?

Ja. Du kannst zum Beispiel Ware für Konzerte vorproduzieren und Produkte, die du erst testen willst, über Print-on-Demand anbieten.

Warum stehen hier keine Anbieternamen?

Welcher Anbieter passt, hängt an Modell, Menge, Produkt und Zeitplan deines Projekts. Deshalb nennt dieser Ratgeber keine Namen und stellt kein Ranking auf. Potzblitz arbeitet unabhängig von einzelnen Fulfillment-Anbietern.

Nächster Schritt

Passende Anbieter für dein Vorhaben vergleichst du auf MerchScout. MerchScout ist die Vergleichsplattform von Thomas Müller und im Aufbau. Angaben stehen dort mit Quelle oder dem Vermerk „ohne Beleg“.

Über diesen Autor

Thomas Müller
Thomas Müller

Potzblitz Brandworks, Leipzig. Thomas berät Creator, Artists und Managements unabhängig zu Merchandise. 18 Jahre war er Teil eines international tätigen Konzerns, zuletzt als Head of Acquisition Marketing & Partnerships in einer auf Creator und Merchants fokussierten Business Unit. Heute ist er außerdem Co-Founder und CMO von auffindbar.ai und Host des Podcasts "Business with a smile".

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