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Wo verkauft man Merch am besten: Plattform, eigener Shop oder live?

Für alle, die entscheiden müssen, wo ihr Merch verkauft wird. Ein Vergleich der drei Wege und vier Fragen, die dir die Wahl erleichtern.

Thomas MüllerAktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Das hängt davon ab, wo dein Publikum dich findet und wie viel du selbst in der Hand behalten willst. Plattform, eigener Shop und Live-Verkauf unterscheiden sich in Reichweite, Datenhoheit, Aufwand und Markenkontrolle. Die Wege schließen sich nicht aus.

1. Welche Verkaufswege gibt es für Merch?

Du kannst Merch auf einer Plattform, im eigenen Shop oder live verkaufen, und die Wege schließen sich nicht aus.

Eine Plattform ist ein fremder Shop- oder Marktplatzdienst, der Technik und Publikum mitbringt. Live-Verkauf meint deinen eigenen Stand bei Konzerten. Datenhoheit beschreibt, wer die Kundendaten hat und damit bestimmt, ob du Käufer:innen später wieder erreichst. Markenkontrolle heißt, wie weit du Auftritt und Ablauf selbst bestimmst.

WegReichweiteDatenhoheitAufwandMarkenkontrolle
PlattformDu nutzt das Publikum der Plattform.Hängt von den Regeln der Plattform ab.Die Plattform übernimmt die Technik.Begrenzt durch Layout und Regeln der Plattform.
Eigener Shop oder eigene WebsiteBesucher musst du selbst mitbringen.Kundendaten liegen bei dir.Shop-Technik, Zahlung, Versand und Rechtliches sind deine Aufgabe.Du bestimmst Auftritt und Ablauf.
Live-VerkaufDu erreichst dein Publikum vor Ort.Du kennst Käufer:innen nur, wenn du einen zusätzlichen Kanal aufbaust, etwa einen Newsletter.Bestand, Kasse und Standbetreuung laufen über dich.Am eigenen Stand hoch. Spielstätten können eigene Regeln haben, frag vorab nach.

2. Welcher Verkaufsweg passt zu dir?

Welcher Weg passt, hängt davon ab, wo dein Publikum dich heute findet und wie viel Technik und Organisation du selbst tragen willst.

  1. Wo findet mich mein Publikum heute: live, auf Plattformen, auf meiner Website?
  2. Brauche ich Kundendaten, um mein Publikum später wieder zu erreichen?
  3. Wie viel Technik und Organisation kann ich selbst tragen?
  4. Wie wichtig ist mir ein eigener Auftritt?

Die Bedingungen von Plattformen und Shop-Systemen unterscheiden sich und ändern sich. Lies sie vor deiner Entscheidung bei den Anbietern selbst.

Der Verkaufsweg wirkt auf die Produktion zurück. Für den Stand beim Konzert brauchst du Ware in der Hand. Welches Produktionsmodell dazu passt, steht im Artikel Merch herstellen lassen.

Dieses Thema ist Schritt 4 von fünf im Merch-Check: Verkaufsweg. Zur Checkliste

3. Häufige Fragen

Wann passt ein eigener Shop auf deiner Website?

Ein eigener Shop auf deiner Website passt vor allem dann, wenn du den Kontakt zu Käufer:innen selbst halten willst und regelmäßig Publikum dorthin lenkst, etwa über Social Media, Newsletter oder Konzerte. Besucher musst du selbst mitbringen. Shop-Technik, Zahlung, Versand und Rechtliches sind dann deine Aufgabe.

Kann ich mehrere Verkaufswege gleichzeitig nutzen?

Ja. Du kannst zum Beispiel am eigenen Stand bei Konzerten verkaufen und online über eine Plattform oder einen eigenen Shop.

Wem gehören die Kundendaten, wenn ich über eine Plattform verkaufe?

Das hängt von den Regeln der jeweiligen Plattform ab. Wenn du dein Publikum später selbst wieder erreichen willst, klärst du diese Frage, bevor du startest.

Wie erreiche ich Käufer:innen nach einem Konzert wieder?

Beim Live-Verkauf kennst du Käufer:innen nur, wenn du einen zusätzlichen Kanal aufbaust, etwa einen Newsletter.

Darf ich bei jedem Konzert Merch verkaufen?

Spielstätten können eigene Regeln für den Merch-Verkauf haben. Frag vor dem Auftritt bei der Spielstätte nach.

Nächster Schritt

Passende Anbieter für dein Vorhaben vergleichst du auf MerchScout. MerchScout ist die Vergleichsplattform von Thomas Müller und im Aufbau. Angaben stehen dort mit Quelle oder dem Vermerk „ohne Beleg“.

Über diesen Autor

Thomas Müller
Thomas Müller

Potzblitz Brandworks, Leipzig. Thomas berät Creator, Artists und Managements unabhängig zu Merchandise. 18 Jahre war er Teil eines international tätigen Konzerns, zuletzt als Head of Acquisition Marketing & Partnerships in einer auf Creator und Merchants fokussierten Business Unit. Heute ist er außerdem Co-Founder und CMO von auffindbar.ai und Host des Podcasts "Business with a smile".

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